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Apocrypha: das \ind Bücher: \o der heiligen Schrifft nicht gleich gehalten / vnd doch nützlich vnd gut zu le\en \ind

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Das Buch Je\u Syrach

Capitel 1

ALLe Weisheit i\t von Gott dem HERRN / vnd i\t bey jm ewiglich.
2 Wer hat zuuor gedacht / wie viel \and im Meer / wie viel tropffen im Regen / vnd wie viel tage der Welt werden \olten?
3 Wer hat zuuor geme\\en / wie hohe der Himel / wie breit die Erden / wie tieff das Meer \ein \olte? Wer hat Gott je geleret / was er machen \olt?
4 Denn \eine Weisheit i\t vor allen dingen.
5 DAs wort Gottes des Allerhöhe\ten / i\t der brun der Weisheit / vnd das ewige Gebot i\t jre quelle.
6 Wer kündte \on\t wi\\en / wie man die Weisheit vnd Klugheit erlangen \olt?
7 Einer i\ts / der Allerhöhe\t / der Schepffer aller dinge / allmechtig / ein gewaltiger König / vnd \eer er\chrecklich /
8 der auff \einem Thron \itzet / ein herr\chender Gott.
9 Der hat \ie durch \einen heiligen Gei\t verkündiget / der hat alles zuuor gedacht / gewu\t vnd geme\\en.
10 Vnd hat die Weisheit ausge\chütt / vber alle \eine Werck / vnd vber alles Flei\ch / nach \einer gnade / Vnd gibt \ie denen / \o jn lieben.
11 DJE furcht des HERRN / i\t ehre vnd rhum / freude vnd ein \chöne krone.
12 Die furcht des HERRN / macht das hertz frölich / vnd gibt freud vnd wonne ewiglich.
13 Wer den HERRN fürchtet / dem wirds wolgehen in der letzten Not / Vnd wird endlich den Segen behalten.
14 Gott lieben / das i\t die aller\chöne\te Weisheit /
15 vnd wer \ie er\ihet / der liebet \ie / Denn er \ihet / welch gro\\e Wunder \ie thut.
16 DJe furcht des HERRN i\t der Weisheit anfang / Vnd i\t im hertzen grund allein bey den Gleubigen / vnd wonet allein bey den auserweleten Weibern / Vnd man findet \ie allein bey den Gerechten vnd Gleubigen. P\al. 111; Prouer. 1.
17 DJe furcht des HERRN / i\t der rechte Gottesdien\t /
18 Der behüt vnd macht das hertz from / Vnd gibt freude vnd wonne.
19 WEr den HERRN fürchtet / dem wirds wolgehen / Vnd wenn er Tro\ts bedarff / wird er ge\egnet \ein.
20 GOtt fürchten / i\t die Weisheit / die reich machet / vnd bringet alles gut mit \ich.
21 Sie erfüllet das gantze Haus mit jrer gaben / vnd alle gemach / mit jrem \chatz.
22 DJe furcht des HERRN / i\t ein kron der Weisheit /
23 Vnd gibt reichen Frieden vnd Heil.
24 DJe\e Weisheit macht recht kluge Leute / Vnd wer an jr fe\t helt / dem hilfft \ie aus mit Ehren.
25 DEn HERRN fürchten i\t die wurtzel der Weisheit / vnd jre Zweige grunen ewiglich.
26 DJe furcht des HERRN / wehret die Sünde /
27 Denn wer on furcht feret / der gefelt Gott nicht / vnd \eine Frecheit wird jn \türtzen.
28 Aber ein Demütiger erharret der zeit / die jn trö\ten wird /
29 Denn wiewol \eine Sache eine zeitlang vnterdrückt wird /
30 So werden doch die Fromen \eine Weisheit rhümen.
31 DEm Gottlo\en i\t Gottes wort ein Grewel / Denn es i\t ein \chatz derWeisheit / der jm verborgen i\t
32 MEin Son / wiltu wei\e werden / \o lerne die Gebot / \o wird dir Gott die Weisheit geben.
33 Denn die furcht des HERRN / i\t die rechte Weisheit vnd zucht / Vnd der glaube vnd gedult / gefallen Gott wol.
34 SJhe zu / das deine Gottes furcht nicht Heucheley \ey / vnd diene jm nicht mit fal\chem hertzen.
35 Suche nicht Rhum bey den Leuten / durch heucheley / Vnd \ihe zu / was du rede\t / gleube\t oder furha\t.
36 Vnd wirff dich \elbs nicht auff / das du nicht falle\t / vnd zu \chanden werde\t /
37 Vnd der HERR deine tücke offenbare / vnd \türtze dich öffentlich fur den Leuten /
38 Darumb / das du nicht in rechter furcht Gott gedienet ha\t / vnd dein hertz fal\ch gewe\t i\t.


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