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Apocrypha: das \ind Bücher: \o der heiligen Schrifft nicht gleich gehalten / vnd doch nützlich vnd gut zu le\en \ind

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Die Weisheit Salomonis

An die Tyrannen.

Capitel 1

HAbt Gerechtigkeit lieb: jr Regenten auff Erden. Dencket / das der HERR helffen kan / vnd fürchtet jn mit ern\t /
2 Denn er le\\t \ich finden von denen / \o jn nicht ver\uchen / vnd er\cheinet denen die jm nicht mi\trawen.
3 Aber ruchlo\er dünckel i\t ferne von Gott / Vnd wenn die \traffe kompt / bewei\et \ie / was jene fur Narren gewe\en \ind.
4 Denn die Weisheit kompt nicht in eine boshafftig Seele / vnd wonet nicht in eim Leibe / der \ünden vnterworffen.
5 DEnn der heilige Gei\t / \o recht leret / fleucht die Abgötti\chen / vnd weichet von den Ruchlo\en / welche ge\trafft werden mit den \ünden / die vber \ie verhenget werden.
6 Denn die Weisheit i\t \o from / das \ie den Le\terer nicht vnge\trafft le\\t / Denn Gott i\t Zeuge vber alle gedancken / vnd erkennet alle hertzen gewis / vnd höret alle wort.
7 Denn der Weltkreis i\t vol Gei\tes des HERRN / Vnd der die Rede kennet / i\t allenthalben.
8 Darumb kan der nicht verborgen bleiben / der das vnrecht redet / Vnd das Recht / \o jn \traffen \ol / wird \ein nicht feilen.
9 Denn des Gottlo\en an\chlege mü\\en fur Gericht / vnd \eine Rede mü\\en fur den HERRN komen / Das \eine vntugend ge\trafft werde.
10 Denn des Eiuerigen (1) ohr höret alles / vnd das \potten der Le\terer / wird nicht verborgen bleiben.
11 SO hütet euch nu / fur dem \chedlichen le\tern / vnd enthaltet die Zungen fur dem fluchen. Denn das jr heimlich mit einander in die ohren redet / wird nicht \o leer hingehen / Denn der mund / \o da leuget / tödtet die Seele.
12 Strebet nicht \o nach dem Tod / mit ewrem jrthum / Vnd ringet nicht \o nach dem verderben / durch ewr hende werck.
13 Denn Gott hat den Tod nicht gemacht / vnd hat nicht lu\t am verderben der Lebendigen.
14 Sondern er hat alles ge\chaffen / das es im we\en \ein \olte / Vnd was in der Welt ge\chaffen wird / das i\t gut / vnd i\t nichts \chedlichs drinnen. Dazu i\t der Hellen reich nicht auff Erden
15 (Denn die gerechtigkeit i\t vn\terblich)
16 Sondern die Gottlo\en ringen darnach / beide / mit worten vnd mit wercken / Denn \ie halten jn (2) fur Freund / vnd faren dahin / vnd verbinden \ich mit jm / Denn \ie \inds auch werd / das \ie \eins teils \ind.


(1) Das i\t / Gottes ohr.
(2) Den Tod.

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