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Die gantze Heilige Schrifft: Deud\ch (Luther 1545)

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Das er\te Buch Mo\e

Capitel 42

DA aber Jacob \ahe / das Getreide in Egypten veil war / \prach er zu \einen Sönen / Was \ehet jr euch lang vmb?
2 Sihe / Jch höre / es \ey in Egypten getreide veil / Zihet hinab / vnd keufft vns getreid / das wir leben vnd nicht \terben.
3 Al\o zogen hinab zehen Brüder Jo\eph / das \ie in Egypten getreide keufften.
4 Aber BenJamin Jo\ephs bruder lies Jacob nicht mit \einen Brüdern ziehen / Denn er \prach / Es möchte jm ein vnfal begegnen.
5 Al\o kamen die kinder J\rael getreide zu keuffen / \ampt andern / die mit jnen zogen / Denn es war im lande Canaan auch thewr.
6 Aber jo\eph war der regent im lande / vnd verkeufft getreide allem Volck im Lande. Da nu \eine Brüder zu jm kamen / fielen \ie fur jm nider zur Erden auff jr andlitz.
7 Vnd er \ahe \ie an / vnd kandte \ie / vnd \tellet \ich frembd gegen \ie / vnd redet hart mit jnen / vnd \prach zu jnen / Woher kompt jr? Sie \prachen / Aus dem lande Canaan / \pei\e zu keuffen.
8 Aber wiewol er \ie kennet / kandten \ie jn doch nicht.
9 VND Jo\eph gedacht an die Treume / die jm von jnen getreumet hatten / vnd \prach zu jnen / Jr \eid Kund\chaffer / vnd \eid komen zu \ehen / wo das Land offen i\t.
10 Sie antworten jm / Nein / mein Herr / Deine knechte \ind komen Spei\e zu keuffen.
11 Wir \ind alle eins Mans \öne / wir \ind redlich / vnd deine knechte \ind nie Kund\chaffer gewe\en.
12 Er \prach zu jnen / Nein / Sondern jr \eid komen zu be\ehen / wo das Land offen i\t.
13 Sie antworten jm / Wir deine knechte \ind zwelff Brüder eins mans Söne im lande Canaan / vnd der Jüng\te i\t noch bey vn\erm Vater / Aber der eine i\t nicht mehr furhanden. Gen. 37.
14 JO\eph \prach zu jnen / Das i\ts / das ich euch ge\agt habe / Kund\chaffer \eid jr.
15 Daran wil ich euch prüfen / bey dem leben Pharaonis / Jr \olt nicht von dannen komen / es kome denn her ewer jüng\ter Bruder.
16 Sendet einen vnter euch hin / der ewrn Bruder hole / Jr aber \olt gefangen \ein. Al\o wil ich prüfen ewer rede / ob jr mit warheit vmbgehet oder nicht / Denn wo nicht / \o \eid jr / bey dem leben Pharaonis / Kund\chaffer.
17 Vnd lies \ie bey \amen verwaren drey tage lang.
18 AM dritten tage aber \prach er zu jnen / Wolt jr leben / \o thut al\o / denn ich fürchte Gott.
19 Seid jr redlich / \o la\\t ewer Brüder einen gebunden liegen in ewrem Gefengnis / Jr aber ziehet hin / vnd bringet heim was jr gekaufft habt fur den Hunger /
20 Vnd bringet ewren jüng\ten Bruder zu mir / So wil ich ewren worten gleuben / das jr nicht \terben mü\\et / Vnd \ie theten al\o.
21 SJE aber \prachen vnternander / Das haben wir an vn\erm Bruder ver\chuldet / das wir \ahen die ang\t \einer Seelen / da er vns flehet / vnd wir wolten jn nicht erhören / Darumb kompt nu die\e trüb\al vber vns.
22 Ruben antwortet jnen / vnd \prach / Sagt ich euchs nicht / da ich \prach / Ver\ündiget euch nicht an dem Knaben / vnd jr woltet nicht hören? Nu wird \ein Blut gefoddert.
23 Sie wu\ten aber nicht das Jo\eph ver\tund / Denn er redet mit jnen durch einen Dolmet\cher /
24 Vnd er wand \ich von jnen / vnd weinet. Da er nu \ich wider zu jnen wand / vnd mit jnen redet / Nam er aus jnen Simeon / vnd band jn fur jren augen.
25 VND Jo\eph thet befelh / das man jre Secke mit getreide füllet / vnd jr Geld widergebe / einem jglichen in \einen \ack / Dazu auch Zerung auff den weg / Vnd man thet jnen al\o.
26 Vnd \ie luden jre Wahr auff jre E\el / vnd zogen von dannen.
27 Da aber einer \einen Sack auffthet / das er \einem E\el futter gebe in der Herberge / ward er gewar \eines Gelds / das oben im \ack lag /
28 vnd \prach zu \einen Brüdern / Mein geld i\t mir wider worden / \ihe / in meinem \ack i\t es. Da entfiel jnen jr hertz / vnd er\chrocken vnternander / vnd \prachen / Warumb hat vns Gott das gethan? Gen. 37.
29 DA \ie nu heim kamen zu jrem vater jacob ins land Canaan / \agten \ie jm alles / was jnen begegnet war / vnd \prachen /
30 Der Man / der im lande Herr i\t / redet hart mit vns / vnd hielt vns fur Kund\chaffer des Lands.
31 Vnd da wir jm antworten / Wir \ind redlich / vnd nie Kund\chaffer gewe\en /
32 \ondern zwelff Brüder vn\ers Vaters \öne / Einer i\t nicht mehr fur handen / vnd der Jüng\t i\t noch bey vn\erm Vater im lande Canaan /
33 Sprach der Herr im Lande zu vns / Daran wil ich mercken ob jr redlich \eid / Einen ewer Brüder la\\et bey mir / vnd nemet die Notdurfft fur ewer Haus / vnd ziehet hin /
34 vnd bringet ewern jüng\ten Bruder zu mir / So mercke ich / das jr nicht Kund\chaffer / \ondern redlich \eid / So wil ich euch auch ewren Bruder geben / vnd mügt im Lande werben.
35 VND da \ie die Secke aus\chutten / fand ein jglicher \ein Bündlin gelds in \einem \ack. Vnd da \ie \ahen / das es Bündlin jres gelds waren / \ampt jrem Vater er\chracken \ie.
36 DA \prach Jacob jr Vater zu jnen / Jr beraubt mich meiner Kinder. Jo\eph i\t nicht mehr fur handen / Simeon i\t nicht mehr fur handen / BenJamin wolt jr hin nemen / Es gehet alles vber mich.
37 Ruben antwortet \einem Vater / vnd \prach / Wenn ich dir jn nicht wider bringe / \o erwürge meine zween Söne / Gib jn nur in meine Hand / ich wil jn dir wider bringen. Er \prach /
38 Mein Son \ol nicht mit euch hinabziehen / denn \ein Bruder i\t tod / vnd er i\t allein vberblieben / Wenn jm ein vnfal auff dem wege begegnete / da jr auff rei\et / würdet jr meine grawe Har mit hertzeleide in die Gruben bringen.


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